Feststellung des Tages
Wer ohnehin im Stress ist, weil ein Termin ansteht und das Im-Stau-Stehen vorhin die letzten Nerven gekostet hat, ist trotzdem gut beraten, beim Einparkmanöver noch einmal volle Konzentration walten und es langsam angehen zu lassen.
Die gesparte Zeit investiert man andernfalls leicht auch doppelt und dreifach in Gespräche mit der eigenen Versicherung…
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Leben im Jahr 2009
Berlin. Eine Demo für Freiheit und gegen staatliche (Video-)Überwachung, an deren Ende Polizisten auf Demoteilnehmer einprügeln.
Gegen die Beamten wird inzwischen ermittelt, dank der Handyvideoüberwachung anwesender Zeugen. Ziemlich paradox, dieses Leben im Jahr 2009.
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Lieber Kai Dieckmann,
von Ihrem Helferlein weiß ich inzwischen, dass schwatzgelb.de ein von Bild hoch geschätzes Blog (?) ist. Das entsprechende Ankreuzbriefchen („Willst Du mit mir gehen? [ ] ja, [ ]nein, [ ] vielleicht) müssen wir leider noch bearbeiten. Aber darum geht es hier auch nicht. Ich biete meine Hifle an. Sollte es – ist ja Sommer und darum auch -loch – zu Engpässen bei der Gestaltung der Seite 1 kommen, hätte ich da einen Vorschlag.
Ihr werter Verlagskollege wird bei Heise Online wie folgt zitiert:
Springers Chief Marketing Officer schlug eine Lösung vor, der eine „eingepreiste Internetabgabe“ beim Kauf eines Computers zugrunde liegt. „Davon könnten auch journalistische Angebote profitieren“, wird der Springer-Manager, der auf einem Online-Marketing-Kongress sprach, vom Kongressveranstalter Horizont zitiert.
Das, lieber Kai Dieckmann, Sie aufrechter Kämpfer für den kleinen Mann, werden Sie wohl kaum unkommentiert lassen wollen, oder? Steuern und Abgaben gehören doch irgendwie zu Ihrer Kernkompetenz. Darum, um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, die Seite1-Schlagzeile von morgen schon heute:
SPINNEN DIE BEI SPRINGER? VERLAGE FORDERN GOOGLE-STEUER!
Da nicht für…
Ihr ergebenes schweigendes Dilemma
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Eine wahre Geschichte.
Die Szenerie: Ein Geburtstvorbereitungskurs in Gelsenkirchen. Neben Press- und Hechelübungen werden die Teilnehmer auch in die Künste der „Damm-Massage“ eingeweiht. Immer wieder deutet die Leiterin des Kurses das vorgehen an: Mit zwei Fingern wird dem Damm halbkreisförmig massiert. Immer von 3 Uhr nach 9 Uhr, von 3 Uhr nach 9 Uhr. Von 3 nach 9…
„BOAH“, ruft Atze – seines Zeichens werdender Vater: „Das ist aber lange!“
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Apoplex
Wie oft habe ich das schon gelesen auf dem Display oder Alarm-Fax? „V. a. Apoplex“ – Verdacht auf Schlaganfall.
In den allermeisten Fällen folgt nach einer solchen Meldung ein routinierter Einsatz. Die Notfallversorgung ist vergleichsweise dankbar, die Folgen für den Patienten und seine Angehörigen blendet man nach Möglichkeit aus. Besser ist das, denn so ein Schlaganfall sieht harmlos aus, ist aber hässlich.
Frank Fligge, seines Zeichens inzwischen stellvertretender WR-Chefredakteur, hat diese Möglichkeit zur Ausblendung leider nicht. Er ist der Angehörige, sein Vater der Patient. Die erbarmungslosen Erfahrungen, wie schnell und wie drastisch ein Schlaganfall das Leben vieler Menschen verändern kann, hat er nun in einem bedrückend offenen Erfahrungsbericht festgehalten. Keine leichte Kost, aber definitiv lesenswert.
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Nervös? Ich?
Es ist Montag, der 11. Mai 2009. Die Uhrzeit beträgt 16:12 Uhr. Damit sind es noch 27 Stunden und 48 Minuten, bis dieses verdammte Spiel endlich beginnt. Wie soll ich mich bis dahin ablenken?
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Sogenannte Spiele
Es gehört nicht viel dazu, Wolfgang Bosbach nicht zu mögen. Immerhin aber verdanke ich ihm die gestrige Erkenntnis, dass es in Deutschland nicht nur „sogenannte Fans“, sondern auch „sogenannte Spiele“ gibt. Vielleicht auch sogenannte „Spiele“, so richtig war das im Radio nicht auszumachen, wo der Herr Abgeordnete die Gänsefüßchen setzt.
Diese Spiele jedenfalls besitzen einen gewissen „Unwertgehalt“ (O-Ton) aufgrund der ihnen eigenen „Simulation des Tötens von Menschen“.
Wir reden übrigens über Paintball und Laserdome. Nicht über die Bundeswehr.
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Kein Salz, nur Pfeffer
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da traten NRW-Hundertschaften harmlos auf, im Vergleich zu ihren Kollegen aus anderen Ländern oder von BGS/BP.
Scheinen vorbei zu sein, diese Zeiten. Anders lassen sich die Berichte aus Bielefeld, Paderborn, Düsseldorf und nun auch Ahlen kaum erklären.
Aus einer Stellungnahme auf der MSV-Fanseite Zebraher.de:
„Ein MSV-Fan und sein etwa siebenjähriger Sohn wollten einen Polizeikessel verlassen und verhielten sich absolut aggressionsfrei. Ein Polizeibeamter zog sein Pfefferspray, streckte seinen Arm, senkte ihn auf Kopfhöhe des etwa Siebenjährigen und drückte aus nächster Nähe in das Gesichts des Kindes ab. Diese Szene muss an eine Hinrichtung erinnert haben. “
„Einer jungen Frau, die sich völlig unbeteiligt an einem Bierstand aufhielt, wurde von einem Polizeibeamten von hinten mit der Faust auf den Kopf geschlagen. Sie wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. „
„In einem anderen Fall wurde ein Vater, der durch eine Polizeikette von seinem weinenden, kleinen Kind getrennt worden war, der Zugang zu diesem verwehrt. Als dieser vor lauter Angst um sein Kind fast besinnungslos wurde, wurde er brutal festgenommen. „
Von ohnmächtiger Sprachlosigkeit bis hin zu Ekel und Wut reicht meine Gefühlwelt, wenn ich dergleichen lese. Wenn von den ganzen Schilderungen allein des letzten Monats (!) auch nur zehn Prozent der Wahrheit entsprächen, stimmt es schon fassungslos, welch Charaktere diese Polizei-Einheiten inzwischen bevölkern und offenbar ohne Konseqenzen immer wieder auf die Menscheit zugelassen werden.
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Schweinerippe oder so
Während sich die Politiker inzwischen um die wichtige Frage kümmern, ob man im Hinblick auf die Fleischindustrie nicht die Schweinegrippe in Neue Grippe umfirmieren sollte, scheint die Hysterie erste Schlagseite zu bekommen: Mexiko korrigiert die Zahlen der H1N1-Toten von 159 auf 7 und in Deutschlands gibt’s offenbar die ersten Patienten, die schon geheilt sind, bevor die Presse überhaupt Wind von ihrer Erkrankung bekommen hat.
Laut Spiegel Online werden gar erste Zweifel an der Gefährlichkeit des Virus laut.
In mancher Redaktion muss man den Panikmache-Geifer jetzt wohl erst mal aufwischen. Aber keine Angst: Es werden schon noch andere Horrormeldungen kommen.
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Das Rückgrat des NDR
Ein schönes Beispiel dafür, welche Qualität die GEZ-Gebühren zu ermöglichen:
Das Medien-Magazin „ZAPP“ des NDR berichtete in seiner letzten Arbeit über Inken Ramelow und ihre Firma Hamburg On Air. Beide – Ramelow und ihr Firma – betreiben eine der fragwürdigsten Arten des Journalismus. Videos von Unfällen, Berichterstattung über getötete Kinder, Filmen von Beerdigungen etc.
Klarer Thema für ein Medien-Magazin und entsprechens sehenswert war auch der ZAPP-Bericht, der kein gutes Art an der Arbeitsweise von Ramelow und HoA gelassen hat. Leider sind die Chefs beim NDR nicht im Ansatz so mutig wie ihre Redakteure. Allein die Drohung mit rechtlichen Schritten hat ausgereicht, den NDR in die Knie zu zwingen. Das Video des Beitrags ist von der Homepage verschwunden, die ansonsten übliche Wiederholung der Sendung ist ausgefallen.
Interessant dabei ist, was der Anwalt von Ramelow dazu sagt. Zapp habe seine Mandantin in die Öffentlichkeit gezerrt. Zur Erinnerung: Das ist jene Frau, die sonst das Leid anderer live in die Wohnzimmer der Republik transportiert.
Mehr zum Thema bei Stefan Niggemeier:
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